Mesh-Netze für draussen und drinnen

28
Jul
5 Min.
5 Min.

Die Firmware V1.3 für den Business-Class Access-Point EAP225-Outdoor führt in Verbindung mit dem neuen Omada EAP Controller nun auch Mesh-Netze für den Außen- und Innenbereich sowie Fast Roaming ein. maxspot® liefert – als erster Anbieter – den EAP225-Outdoor mit einer Vorab-Version der kommenden Firmware V1.3.2 aus.

Mesh-Netze mit dem EAP225-Outdoor

Ein Mesh-Netz (vermaschstes Netz) besteht aus mindestens einem Access-Point mit einer Kabel­verbindung zum Internet-Gateway – dem sogenannten »Root-AP« – und weiteren »Mesh-APs«, die sich über WLAN direkt mit dem Root-AP oder einem anderen, bereits mit dem Root-AP gekoppelten Mesh-AP in der Nähe verbinden.

Dabei wird ein AP als Root-AP vorkonfiguriert und per Ethernet-Kabel mit dem Gateway verbunden. Alle anderen APs benötigen nur einen Anschluss an die Stromversorgung und suchen sich selbst­tätig über das WLAN einen benachbarten AP als sog. »Uplink«. Dieser Uplink-AP kann entweder der Root-AP selbst oder jeder andere AP in der Nähe sein, der bereits über einen Uplink zum Root-AP verfügt.

Jeder AP kann jeweils bis zu vier Mesh-APs versorgen (»Downlink«), die selbst auch wieder einen Uplink für bis zu vier weitere APs ermöglichen. Die Ebenen der dazwischen liegenden APs werden relativ zum Root-AP als »Hops« (»Hüpfer«) bezeichnet, also 1. Hop, 2. Hop usw. Insgesamt sind im Mesh-Netz maximal drei Ebenen (Hops) unterhalb des Root-APs möglich.

Topolgie Mesh-Netz

Sobald alle Mesh-APs mit dem Root-AP verbunden sind, ist das Mesh-Netz voll­ständig aufgebaut. Die APs im Mesh-Netz organisieren und konfigurieren sich also selbst­tätig; es sind – bis auf die einmalige Definition des Root-APs – keine manuellen Eingriffe erforderlich. Die Datenströme der mit den APs verbundenen WLAN-Teilnehmer verlaufen von dem jeweiligen AP über den bzw. die Uplink-APs zum Root-AP und von dort über das Gateway in das Internet.

Hochverfügbarkeit im »selbstheilenden Netz«

Besitzt ein Mesh-Netz mehrere Root-APs, kann der Omada-Controller bei Ausfall einer Verbindung eines Root-APs zum Gateway ein automatisches »Fail-over« einleiten, d.h. die Mesh-APs organisieren sich dann neu und vermaschen sich mit dem zweiten Root-AP. Sind die Gateways der beiden Root-APs außerdem über zwei verschiedene Provider an das Internet angeschlossen, greift dieser Fail-over-Mechanismus auch bei Ausfall einer der beiden Internet-Verbindungen.

Mesh-Netz Fail-over

Somit lässt sich ein Mesh-Netz mit größtmöglicher Verfügbarkeit des Internet-Zugangs aufbauen. Dies hochverfügbaren Netze werden auch »self-healing networks« (selbst­heilende Netze) genannt: sie »reparieren« quasi die Verbindung zum Internet bei Ausfall eines Gateways von selbst.

Einfache Installation bei Erweiterung der WLAN-Funkzelle

Soll die WLAN-Funkzelle mittels weiterer Mesh-APs vergrößert werden, muss der AP einfach nur an einer Wand oder einem Mast montiert und an die Strom­versorgung angeschlossen werden. Der sonst übliche Aufwand für eine Kabel­ver­bin­dung zum Gateway entfällt. Ebenso können APs, die an einem ungünstigen Ort montiert wurden, auch später noch problemlos an eine andere Stelle versetzt werden. Natürlich müssen Mesh-APs immer in erreichbarer Nähe zueinander sein, damit eine Vermaschung möglich ist.

Schneller Wechsel der Funkzellen mit Fast Roaming

Fast Roaming ist ein WLAN-Standard, der es Geräten ermöglicht, sich beim Wechsel der Funkzellen schneller als gewöhnlich in die Funkzelle einzubuchen. Dadurch werden lästige Unter­brechungen von aktiven Sitzungen beim Wechsel der Funkzelle – etwa auf dem Weg vom Hotel­zimmer zum Restaurant – vermieden. Um Fast Roaming mit dem AP nutzen zu können, müssen die Endgeräte diesen WLAN-Standard eben­falls unterstützen.

Auch für Innenbereiche geeignet

Der EAP225-Outdoor wurde zwar vornehmlich als AP für den Außenbereich konzipiert und besitzt deshalb ein wetter­festes Gehäuse sowie eine Strom­ver­sor­gung via PoE (Power-over-Ethernet), aber aufgrund seines form­schönen Designs und der im Liefer­umfang ent­hal­tenen Wand­hal­terung eignet er sich auch bestens als AP für Innen­bereiche.

Zentrale Verwaltung mit dem Omada-Controller

Für ein Mesh-Netz und für die zentrale Verwaltung der APs wird der kostenlos erhältliche Omada-Controller von TP-Link benötigt. Als TP-Link-Partner und Beta-Tester liefert maxspot® exklusiv den EAP225-Outdoor mit der Firmware-Version 1.3.2 unter unserer eigenen Linux-Portierung des Omada-Controllers 2.7 aus. Beide Software-Produkte – die Firmware und der Omada Controller 2.7 für Linux-Systeme – werden von TP-Link offiziell erst später zur Verfügung gestellt.

Verwaltung des Mesh-Netzes mit dem Omada-Controller 2.7

Vorteile des EAP225-Outdoor auf einen Blick

Weitere Vorteile des EAP225-Outdoor ggü. her­kömm­lichen APs – neben den neuen Funktionen Meshing und Fast Roaming – sind:

  • Multi-User Multiple-In/Multiple-Out (MU-MIMO) ermöglicht die gleichzeitige Kommunikation des APs mit mehreren WLAN-Geräten.
  • AirTime Fairness sorgt für eine gleichmäßige, faire Aufteilung der Funk­kapazität unter allen WLAN-Nutzern. Ältere Geräte, die einen langsamen WLAN-Standard nutzen, können die Funk­zeit­einheiten moderner und damit schnellerer Geräte nicht verkürzen.
  • Antenna Beamforming gewährleistet durch Konzentration der Energie des Funksignals in Richtung des WLAN-Geräts eine bestmögliche Funkabdeckung.
  • Band Steering verteilt die WLAN-Geräte auf das jeweils geringer belastete Frequenzband.
  • Die Stromversorgung der APs via Power-over-Ethernet (PoE) über einen PoE-Switch (802.3af, 48 V) oder über den mitgelieferten PoE-Adapter (sog. »passives PoE«, 24 V) ermöglicht größte Flexibilität bei der Auswahl des am besten geeigneten Aufstellungsorts.
  • Externe, abnehmbare Antennen und ein Universaladapter erlauben den Anschluss von sowie Montage an anderen Antennen (z.B. an den Sektor- oder Parabolantennen aus der Pharos-Produktlinie.

Weitere Informationen zum EAP225-Outdoor finden Sie auf unserer Produktseite. Als Internet-Router/-Gateway für ein Mesh-Netz bietet sich unser WiFiGate an.